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Die Prinz-Edward-Inseln

Die Prinz-Edward-Inseln liegen im Indischen Ozean, ungefähr 1770 km südöstlich von Port Elizabeth, eine der größten südafrikanischen Städte. Die Gruppe besteht aus zwei Inseln, der Marion-Insel und der Prinz-Edward-Insel. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs; sie liegen ca. 18 km auseinander, und der höchste Berg ist der State President Swart Peak auf der Marion-Insel. Die Inseln sind weitgehend unbewohnt, wenn man die Forscher einer Forschungsstation nicht mitrechnet.

Die Marion Insel besteht aus zwei Vulkanen mit zahlreichen Nebenkratern, so daß man allgemein von einer hügeligen Oberfläche reden kann. Sie hat eine Ausdehnung von 290 km² und ist damit die größere der beiden Inseln. Die Prinz-Edward-Insel ist ungefähr 45 km² groß; man kann die Insel von der Marion-Insel aus sehen, auch die imposante südliche Steilküste.

Bereits 1663 sind die Inseln entdeckt worden, konnten dann aber aufgrund falscher Koordinaten nicht mehr gefunden werden. Erst 1772 wurden sie von dem Franzosen Marc Mace Marion du Fresne , nach dem die Marion-Insel benannt wurde, entdeckt. Die Landungsversuche gestalteten sich schwieriger als gedacht; selbst James Cook konnte 1776 nicht auf einer der Inseln landen. 1873 konnten die Inseln von einem Schiffskapitän vermessen werden.

Erst 1803 gab es die erste nachgewiesene Landung einer Gruppe von Robbenjägern; die fanden allerdings Spuren früherer Bewohner, wahrscheinlich waren das auch Jäger. Die Inseln wurden zum Guano-Abbau und bis ca. 1939 im großen Stil zum Robbenfang genutzt.

Südafrika verleibte sich das Gebiet 1947 ein; seitdem gehört es zur Provinz Westkap. 1948 errichtete Südafrika eine ständige Forschungs- und Wetterstation, Fairbairn Settlement, an der Nordwestküste der Marion-Insel. Die Vulkane der Insel galten als erloschen, aber die Station beobachtete 1980 einen Ausbruch, und 2004 wurden Gaseruptionen gemeldet. Die Station hat große Bedeutung für die subantarktische metereologische Forschung, für das wissenschaftliche Gebiet der Astronomie und der atmosphärischen Forschung. Die wissenschaftliche Tätigkeit auf den Inseln ist aber inzwischen sehr eingeschränkt, weil von Menschen eingeschleppte Tiere das ökologische Gleichgewicht völlig durcheinandergebracht haben.

Die Prinz-Edward-Inseln sind seit 1995 ein Naturschutzgebiet:

Die subantarktischen Seebären und die südlichen See-Elefanten ziehen dort ihre Jungen auf, 30.000 Albatrosse, hunderttausende von Sturmvögeln und Pinguinen haben dort ihre Brutgebiete. Außerdem gibt es dort zahlreiche Pflanzen und wirbellose Tiere, die nur auf den Inseln vorkommen; also ein schützenswertes Gebiet, das trotzdem Raum für interessante Forschungen bietet.

Es gibt auch interessanten Forschungsstoff über die Folgen, wenn der Mensch unkontrolliert in die Abläufe der Natur eingreift: 1949 wurden 5 Hauskatzen auf die Marion-Insel gebracht, weil die Mäuseplage auf der Station unerträglich geworden war. Was als gute Absicht begann, wurd bald selbst zur Plage, denn 1977 tummelten sich ungefähr 3400 Katzen auf der Insel. Es gab zwar keine Mäuse mehr, doch dafür ernährten sich die Katzen von den Vögeln. Etliche Arten von Sturmvögeln waren schon fast ausgerottet, als die Menschen begannen, die selbst verschuldete Katastrophe zu verhindern; das war nur möglich, indem nun die Katzen ausgerottet wurden. Heute gibt es wohl keine Katzen mehr auf der Insel, es gibt aber auch die Erkenntnis, daß der Mensch besser nicht ohne fundiertes Wissen in das ökologische Gleichgewicht eingreifen sollte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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