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Johannesburg

Johannesburg ist nicht die Hauptstadt der Republik Südafrika - das ist Pretoria - , sondern der Provinz Gauteng. Und als Perle Südafrikas kann man die Stadt auch nicht bezeichnen; dazu gibt es zu viele Betonklötze, enge Straßenschluchten und ähnliche Sünden, aber als Ganzes ist Johannesburg schon ein reizvoller Ort, den es zu besuchen lohnt.

Die Stadt wurde 1886 gegründet und breitet sich auf einer Fläche von 1.600 Quadratkilomtern aus. Laut einer Volkszählung aus dem Jahr 2001 leben über 3 Millionen Menschen auf dieser Fläche; auf einem km² wohnen fast 2000 Menschen.

Johannesburg ist eine der größten Städte, die nicht an einem Gewässer liegen; es liegt im östlichen Teil des südafrikanischen Zentralplateaus, auf der südlichen Erdhalbkugel. So ist das Klima sehr sonnig und meistens trocken. Die Temperaturen sind sehr mild, im Sommer gibt es oft Gewitter und Regen, meistens am späten Nachmittag.

Als Goldgräber-Siedlung und Zeltstadt gegründet, zog Johannesburg jede Art von Glücksrittern an. Die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt wuchs rasant, und innerhalb von 10 Jahren hatte sie 100.000 Einwohner. Die Apartheids-Politik der Buren und Engländer führte zu den riesigen Stadtvierteln, die nur aus Baracken bestanden und von der diskriminierten farbigen Bevölkerung bewohnt wurden, den Townships. Heute ist Johannesburg das wirtschaftliche und finanzielle Zentrum Südafrikas; hier werden 16% des Bruttoinlandproduktes des Landes erwirtschaftet. In Johannesburg wird kein Gold mehr abgebaut, aber die Firmensitze der entsprechenden Unternehmen sind noch in der Stadt. Auch Banken, Handelsunternehmen und sogar Regierungsstellen und -büros findet man hier.

Obwohl Johannesburg selbst kein klassisches Touristenziel ist, sondern eher als Drehscheibe für die Verkehrsanbindung zu anderen touristischen Highlights wie zum Krüger-Nationalpark dient, bietet die Stadt einige Sehenswürdigkeiten.

Die "Wiege der Menschheit", die Sterkfontein-Höhlen, liegen ca. 25 km nordwestlich von Johannesburg. Hier wurde ein "Australopithecus africanus" gefunden, das bis heute älteste vollständige vormenschliche Skelett. Auch Gold Reef City, ein Vergnügungskomplex und Themenpark, lohnt einen Besuch. Der Park entstand rund um einen Schacht der alten Crown Mine. Wer keine Platzangst hat, kann die Mine in 200 Metern Tiefe besichtigen. Der Eindruck vom Leben und Arbeiten der Minenarbeiter ist sehr nachhaltig und hochinteressant. Das höchste Haus Afrikas, das Carlton Centre, ragt 220 m in den Himmel; von dort hat man eine wunderbaren Panoramablick auf Johannesburg und die Umgebung. Seit 1976 gibt es im ehemaligen Marktgebäude von Newtown das Market Theatre und das Museum Africa. In diesem Komplex befinden sich drei Theater, Galerien, Bars und Restaurants und sogar ein Flohmarkt am Sonntag.

Es sei noch angemerkt, daß Johannesburg nicht wirklich eine schöne Stadt ist. Das größte Problem ist bis heute die Kriminalität, die Spaziergänge in bestimmten Stadtvierteln nach Einbruch der Dunkelheit zu einem echten Abenteuer werden läßt. Aber es ist eine interessante Stadt voller Leben, in der man an jeder Ecke den sprichwörtlichen "Hauch der Geschichte" spüren kann; denn in Bezug auf die Geschichte der Befreiung der farbigen Bevölkerung von den Diskriminierungen der Apartheidsgesetze war Johannesburg der Brennpunkt des Geschehens. Nicht umsonst ist Nelson Mandelas Haus in Orlando heute eine bekannte und wichtige Sehenswürdigkeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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